Das Ministerkabinett der Ukraine hat beschlossen, drei Milliarden Hrywnja aus dem Reservefonds des Staatshaushalts für die Installation von Blockheizkraftwerken in verschiedenen Regionen des Landes bereitzustellen. Diese Maßnahmen sollen die Bereitschaft der Städte für die Heizperiode angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur stärken.
Dies gab Premierministerin Julia Swrydenko bekannt. Laut ihren Angaben werden die Mittel für die Installation von 216 Blockheizkraftwerken verwendet, die eine stabile Wärmeversorgung für Wohngebäude und die soziale Infrastruktur auch unter den schwierigen Bedingungen des Energieterrors gewährleisten sollen.
Die Regierungschefin präzisierte, dass ein erheblicher Teil der Mittel in die Hauptstadt fließen wird. Konkret erhält die Wiederaufbauagentur 966 Millionen Hrywnja für die Umsetzung entsprechender Projekte in Kiew.
Weitere Regionen der Ukraine erhalten im Rahmen der Umsetzung regionaler Resilienzpläne mehr als zwei Milliarden Hrywnja. Die Regierung erwartet, dass dies den Gemeinden ermöglicht, sich schnell auf den Winter vorzubereiten und das Risiko von Wärmeversorgungsausfällen zu verringern.
Julia Swrydenko betonte, dass die Hauptaufgabe der regionalen Militärverwaltungen und der lokalen Gemeinden darin bestehe, alle Anlagen vor Beginn der Heizperiode schnellstmöglich zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Laut ihren Angaben sollten alle Geräte bis spätestens 1. Oktober vollständig betriebsbereit sein.
Der stellvertretende Ministerpräsident für den Wiederaufbau der Ukraine und Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Gebieten der Ukraine, Oleksij Kuleba, merkte an, dass die bereitgestellten Mittel zur Umsetzung umfassender regionaler Resilienzpläne und zum Aufbau eines dezentralen Wärmeerzeugungssystems verwendet werden.
Dem Minister zufolge umfasst die Finanzierung den Kauf von Blockmodul-Heizkesselhäusern, den notwendigen Komponenten sowie die Installations- und Bauarbeiten zur Inbetriebnahme neuer Wärmeversorgungsanlagen.
Oleksij Kuleba hob hervor, dass Blockmodul-Heizkesselhäuser es ermöglichen, Krankenhäuser, Schulen und Wohngebäude in Krisensituationen schnell mit Wärme zu versorgen. Er wies außerdem darauf hin, dass die Ukraine schrittweise zu einem dezentralen Wärmeversorgungsmodell übergehe, was dazu beitragen werde, dass die Gemeinden auch bei Angriffen auf das Energiesystem des Landes widerstandsfähig blieben.
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