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  • Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der BRICS-Staaten haben sich aufgrund des Iran-Konflikts verschärft

    Опубликовано: 2026-05-15 11:00:34

    Die BRICS-Staaten sehen sich aufgrund des Krieges um den Iran mit ernsthaften internen Widersprüchen konfrontiert. Am Vorabend des Treffens der Außenminister in Neu-Delhi konnten die Mitgliedstaaten keine gemeinsame Position zur Lage im Nahen Osten entwickeln, was Indien als Gastgeberland des Gipfels vor zusätzliche Schwierigkeiten stellt.

    Dies berichtet Bloomberg. Laut der Nachrichtenagentur versuchen die indischen Behörden, einen Kompromiss zwischen den Mitgliedern des Staatenbundes zu finden, doch die unterschiedlichen Einschätzungen des Konflikts sind weiterhin zu tiefgreifend.

    Zu den BRICS-Staaten gehören derzeit Russland, Indien, China, Südafrika, Brasilien, Ägypten, Iran, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien. Trotz des Bestrebens, als eine geopolitische Einheit aufzutreten, verfolgen die Mitglieder der Organisation unterschiedliche außenpolitische Interessen und haben unterschiedliche Vorstellungen von der Entwicklung des Iran-Konflikts.

    Das zweitägige Treffen der BRICS-Außenminister beginnt am Donnerstag in Neu-Delhi. Der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar wird die Gespräche leiten. Eines der zentralen Themen auf der Tagesordnung wird die Lage im Nahen Osten und die mögliche Formulierung einer gemeinsamen Position des Staatenbundes sein.

    Wie Bloomberg bereits berichtete, strebt der Iran aktiv eine offizielle Verurteilung der US-amerikanischen und israelischen Militärkampagne durch seine BRICS-Partner an. Teheran versucht zudem, die Unterstützung Indiens in dieser Frage zu gewinnen, um den internationalen Druck auf Washington und Tel Aviv zu erhöhen.

    Allerdings sind nicht alle Mitglieder des Staatenbundes bereit, eine solche Initiative zu unterstützen. Insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, die 2024 dem BRICS-Block beigetreten sind, werden einer scharfen Formulierung gegen Israel und die USA voraussichtlich nicht zustimmen, da sie selbst von iranischen Angriffen betroffen sind. Dies ist laut Experten einer der Hauptgründe für die Verzögerung der Verhandlungen innerhalb des Staatenbundes.

    Zusätzliche Spannungen entstanden durch die Aussage des iranischen Vize-Außenministers Kazem Gharibabadi. Laut der indischen Nachrichtenagentur PTI berichtete der Diplomat, dass eines der BRICS-Länder Druck auf die Organisation ausübe, um den Iran zu verurteilen, weshalb bisher kein Konsens in dem Konflikt erzielt werden konnte. Gleichzeitig ließ er offen, welches Land er meinte.

    Ein weiterer Faktor, der das Treffen in Neu-Delhi beeinflussen könnte, war der Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking. China ist nach wie vor der größte Importeur iranischen Öls und einer der wichtigsten diplomatischen Verbündeten Teherans auf internationaler Ebene. Daher könnten Verhandlungen zwischen Washington und Peking das Machtverhältnis im Konflikt erheblich verändern.

    Analysten erinnern daran, dass die BRICS-Staaten wiederholt Schwierigkeiten hatten, eine einheitliche Position zu globalen Krisen zu entwickeln. Im vergangenen Jahr verurteilte der Block zwar die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran im Juli 2025, konnte sich aber nicht auf eine Reaktion auf die Inhaftierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA im Januar einigen. Dies zeigt einmal mehr, dass selbst innerhalb desselben geopolitischen Bündnisses die Staaten primär von ihren eigenen nationalen Interessen geleitet werden.

    e-news.com.ua

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