Die weltweiten Ölpreise könnten in den nächsten Wochen ihren Höchststand erreichen. Diese Prognose gab Energieminister Chris Wright im Rahmen eines Forums in Washington ab und kommentierte die Lage auf dem globalen Energiemarkt.
Seinen Angaben zufolge werden die Kosten für Energietransporte so lange hoch bleiben, bis der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus in nennenswertem Umfang wiederhergestellt ist. Der Zeitpunkt der Normalisierung der Versorgung könnte laut Wright den Höhepunkt der Ölpreise markieren.
Der Hauptfaktor für die Instabilität bleibt die Situation um die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte verläuft. Die Spannungen in der Region, insbesondere aufgrund des Krieges mit dem Iran, beeinträchtigen weiterhin die globalen Logistikketten und die Preisvolatilität.
Chris Wright betonte, dass die aktuellen Schifffahrtsbeschränkungen den Anstieg der Preise direkt befeuern. Solange die Ölversorgung nicht vollständig wiederhergestellt ist, wird der Markt weiterhin empfindlich auf jegliche Versorgungsengpässe reagieren.
Er äußerte sich auch zur Situation auf dem venezolanischen Ölmarkt. Ihm zufolge wurden seit den Ereignissen vom 3. Januar, als die USA Präsident Nicolás Maduro festnahmen, rund 150 Millionen Barrel Öl aus Venezuela exportiert, und die Produktion stieg um 25 Prozent.
Laut Reuters hat der Energiekonzern Chevron bereits zwei Abkommen zur Ausweitung seiner Aktivitäten in Venezuela unterzeichnet, was das Ölangebot auf dem Markt weiter beeinflussen könnte.
Gleichzeitig hatte der ehemalige US-Präsident Donald Trump zuvor erklärt, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den für November angesetzten Kongresswahlen hoch bleiben könnten. Dies verleiht der ohnehin angespannten Lage auf den Energiemärkten eine zusätzliche politische Dimension.
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