• Головна / Main Page
  • СТРІЧКА НОВИН / Newsline
  • АРХІВ / ARCHIVE
  • RSS feed
  • Polen erhöht Düngemittellieferungen in die Ukraine deutlich: Der Markt reagiert auf Produktionsausfälle und Engpässe

    Опубликовано: 2026-04-14 16:00:34

    Angesichts des Verlusts industrieller Kapazitäten erhöht die Ukraine ihre Importe von Mineraldünger erheblich. Polen hat sich in diesem Liefernetzwerk schnell als einer der wichtigsten Partner etabliert und deckt rund 25 % der ukrainischen Importe ab. Damit liegt Polen vor Anbietern wie Bulgarien, Marokko und China. Dies berichtet die polnische Zeitung WNP.

    Der ukrainische Agrarsektor zählt weiterhin zu den größten in Europa, da das Land über bedeutende natürliche Ressourcen verfügt. Verschiedenen Schätzungen zufolge befinden sich 25 bis 40 % der weltweiten Schwarzerdereserven – Böden, die zu den fruchtbarsten der Welt zählen – auf ukrainischem Gebiet. Die wichtigsten Ackerflächen werden für den Anbau von Hauptkulturen genutzt: Weizen (25 %), Mais (20 %), Gerste (9 %) und Ölsaaten, die eine intensive Düngung benötigen, um die Erträge zu sichern.

    Im Jahr 2024 erreichten die Importe von Mineraldünger in die Ukraine 1,27 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr importierte das Land 3,285 Millionen Tonnen Dünger, was einem Anstieg von 13 % entspricht. Gleichzeitig weisen Analysten der ProAgro Group darauf hin, dass die Ukraine mit einem deutlichen Defizit ins Jahr 2026 startet, da der Gesamtbedarf an Düngemitteln 5 Millionen Tonnen übersteigt.

    Vor diesem Hintergrund haben sich die Positionen polnischer Hersteller besonders gestärkt. Grupa Azoty und Anwil bauen ihre Exporte in die Ukraine aktiv aus und füllen damit die Lücke, die durch den Wegfall russischer Lieferanten auf dem ukrainischen Markt entstanden ist. Die Umsatzentwicklung zeigt ein stabiles Wachstum: 251 Millionen US-Dollar im Jahr 2022, 319 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 und laut vorläufigen Daten des Vorjahres über 350 Millionen US-Dollar.

    Experten erklären dieses Wachstum mit mehreren Schlüsselfaktoren. Erstens ermöglicht die geografische Nähe Polens eine schnelle und vergleichsweise günstige Logistik. Zweitens sind polnische Produkte nicht von Sanktionen betroffen und verfügen über eine eindeutig nachgewiesene Herkunft. Drittens verschaffen die Marktbedingungen ihnen angesichts der begrenzten Exporte aus China und der instabilen Lage in den Golfstaaten einen Wettbewerbsvorteil.

    Marcin Celejewski, Präsident der Grupa Azoty, bestätigt die steigende Nachfrage nach polnischen Düngemitteln in der Ukraine und verweist auf eine lange Warteliste potenzieller Käufer. Seinen Angaben zufolge wachsen die Exporte aufgrund der hohen Nachfrage aus der Ukraine weiter.

    Der Artikel betont, dass eine Rückkehr russischer Produzenten auf den ukrainischen Markt politisch unmöglich sei und die heimische Produktion in der Ukraine weiterhin begrenzt bleibe. Dies eröffne dem polnischen Chemiesektor ein langfristiges Zeitfenster, in dem er sich in den kommenden Jahren eine starke Position auf dem ukrainischen Markt sichern könne.

    e-news.com.ua

    Внимание!!! При перепечатке авторских материалов с E-NEWS.COM.UA активная ссылка (не закрытая в теги noindex или nofollow, а именно открытая!!!) на портал "Деловые новости E-NEWS.COM.UA" обязательна.



    При использовании материалов сайта в печатном или электронном виде активная ссылка на www.e-news.com.ua обязательна.