Die Ukraine bereitet weitreichende Veränderungen im Güterverkehr vor. Das Ministerium für die Entwicklung von Gemeinden und Gebieten hat einen Gesetzentwurf zur Einführung der elektronischen Frachtrechnung (e-TTN) für den Inlandstransport veröffentlicht. Hauptziel der Initiative ist die Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung der Kontrolle und die Eindämmung von Schattenwirtschaft.
Laut dem Ministerium für die Entwicklung von Gemeinden und Gebieten der Ukraine zielt das Dokument auf die systematische Digitalisierung des Güterverkehrs ab. Es handelt sich um eine vollständige Umstellung auf elektronisches Dokumentenmanagement, wodurch Logistikprozesse modernisiert und effizienter gestaltet werden sollen.
Die Einführung der e-TTN wird es Unternehmen ermöglichen, ihre Abläufe deutlich zu vereinfachen. Insbesondere die Automatisierung der Frachtabrechnung wird dazu beitragen, die Kosten für die Papierdokumentenverwaltung zu senken, den Informationsaustausch zwischen den Marktteilnehmern zu beschleunigen und die Datengenauigkeit zu erhöhen. Darüber hinaus wird das neue System ein Instrument zur Bekämpfung illegaler Transporte und Missbrauchs sein.
Das Gesetz sieht die verpflichtende Nutzung elektronischer Frachtbriefe für den nationalen Güterverkehr ab dem 1. Januar 2027 vor. Papierdokumente sollen jedoch nicht vollständig verschwinden, sondern als Ausnahme in Fällen beibehalten werden, in denen die Ausstellung eines elektronischen Formats technisch nicht möglich ist.
Das Dokument legt besonderen Wert auf die Kontrolle der Gewichtsparameter von Fahrzeugen. Dadurch sollen Überladungen reduziert werden, die den Zustand der Straßeninfrastruktur beeinträchtigen und zu deren vorzeitigem Verschleiß führen.
Elektronische Frachtbriefe sind bereits verfügbar. Sechs Plattformen für den elektronischen Dokumentenfluss sind für Unternehmen zugelassen, wodurch diese schrittweise von Papierdokumenten auf moderne digitale Lösungen umsteigen können.
Laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten für den Wiederaufbau der Ukraine und Minister für Gemeinde- und Gebietsentwicklung, Oleksiy Kuleb, ist die Einführung elektronischer Frachtbriefe ein wichtiger Schritt zur vollständigen Digitalisierung des Güterverkehrsmarktes. Er betonte, dass der Übergang zu elektronischen Prozessen ein transparentes System schafft, das nicht nur die Geschäftstätigkeit erleichtert, sondern auch Schattenwirtschaft, Verkehrsstaus und andere Verstöße wirksam bekämpft.
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