In der Ukraine sind die Kosten für die Brotlieferung an Geschäfte deutlich gestiegen: Aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise machen die Logistikkosten nun rund 30 % der Produktkosten aus. Dies berichtete Jurij Dutschenko, Präsident des Gesamtukrainischen Bäckerverbandes und Leiter der strategischen Kommunikation der Alviva-Gruppe (Marke „Kyivkhlib“).
Laut Dutschenko war Mehl früher ein Hauptkostenfaktor für Brot – bis zu 60 % –, sein Anteil ist heute jedoch auf 35 % gesunken. Gleichzeitig steigen die Logistik- und Transportkosten weiter an, was die Branche zwingt, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.
Um die Kosten zu senken, optimieren die Hersteller ihre Routen, setzen neue Logistikmodelle ein und erwägen aktiv den Einsatz moderner Elektrofahrzeuge für die Auslieferung. Jurij Dutschenko merkte an, dass Elektrotransporter europäischer Hersteller auf dem ukrainischen Markt zwischen 50.000 und 75.000 Euro kosten, was für Unternehmen eine erhebliche Investition darstellt.
Gleichzeitig rät Dmytro Tsykhanivskyi, Marketingdirektor von UB.UA, auf chinesische Elektroautomodelle mit einer Reichweite von 350–500 km zu achten, die für ukrainische Bäckereien eine kostengünstigere Alternative darstellen könnten.
Experten betonen, dass kleine Handwerksbetriebe den logistischen Bedarf großer Städte nicht decken können, wodurch die Last auf den industriellen Herstellern lastet. Diese sind gezwungen, sich schnell an die neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen und nach effektiven Möglichkeiten zur Kostensenkung zu suchen.
Infolgedessen machen steigende Kraftstoffpreise und die Notwendigkeit der Modernisierung des Technologieparks die Logistik zu einem Schlüsselfaktor für die Brotkosten. Der Übergang zu Elektromobilität und die Optimierung der Routen werden zu den wichtigsten Instrumenten, um die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Unternehmen zu sichern.
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