Amerikanische Wissenschaftler haben einen bedeutenden Fortschritt auf dem Gebiet der künstlichen Befruchtung erzielt. Forscher der Yale University haben eine Methode entwickelt, mit der sie für die IVF ausschließlich Spermien mit der höchsten DNA-Integrität auswählen können. Laut den Experten erhöht dies die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle deutlich.
Bisher konzentrierte sich die IVF hauptsächlich auf die Spermienanzahl und -beweglichkeit. Man ging davon aus, dass ein Mann mit einer hohen Anzahl aktiver Zellen befruchtungsfähig ist. Ein Spermiogramm lieferte jedoch keine Informationen darüber, welche Spermien tatsächlich befruchtungsfähig sind und welche von Natur aus abgestoßen werden. Eine neue Technik löst genau dieses Problem.
Der Leiter des Forschungsteams, Dr. Gabor Hurczar, merkte an, dass etwa 40 % der Unfruchtbarkeitsfälle auf männliche Faktoren zurückzuführen sind. Die neue Technologie ermöglicht es, einen biochemischen Marker der Spermienfruchtbarkeit zu identifizieren und nur qualitativ hochwertige Zellen auszuwählen, wodurch die Effektivität der IVF gesteigert wird.
Das Funktionsprinzip der Methode ähnelt der natürlichen Selektion, die bei der Befruchtung stattfindet. Im Körper wählt die Eizelle ein Spermium aus und stößt die anderen ab. Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) wird diese natürliche Selektion durch eine wissenschaftlich fundierte Auswahl ersetzt. Dadurch wird das Risiko eines Misserfolgs minimiert und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöht.
Die neue Technologie reduziert zudem die Anzahl der benötigten IVF-Versuche. Patientinnen, die zuvor mehrere Zyklen durchlaufen mussten, können nun schneller ihr Wunschergebnis erreichen. Dies verringert den Stress und die finanzielle Belastung für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch.
Darüber hinaus weisen die Forscher darauf hin, dass die Methode die Grundlage für weitere Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin bilden könnte. Zukünftig könnten ähnliche Technologien zur Beurteilung der Fruchtbarkeit, zur Prävention genetischer Erkrankungen und zur allgemeinen Verbesserung der reproduktiven Gesundheit eingesetzt werden.
e-news.com.ua
