Die Europäische Union prüft alle Optionen für eine anhaltende Energiekrise, darunter die Entnahme zusätzlicher Ölreserven und die Einführung von Beschränkungen für den Kraftstoffkauf von Haushalten und Unternehmen, erklärte EU-Energiekommissar Dan Jørgensen im März 2026 gegenüber der Financial Times.
„Dies wird eine langfristige Krise sein … die Energiepreise werden sehr lange hoch bleiben“, sagte Jørgensen und betonte, dass die kommenden Wochen insbesondere für einige „kritische“ Brennstoffe schwierig werden könnten.
Der Kommissar nannte die nahezu vollständige Blockade der Straße von Hormus und die Angriffe auf die Infrastruktur im Persischen Golf als Hauptgründe für die Spannungen auf den Energiemärkten. Diese Ereignisse haben zu chaotischen Schwankungen der Öl- und Gaspreise geführt und die Sorge um die Stabilität der langfristigen Versorgung Europas verstärkt.
Laut Jørgensen müssen die EU-Länder sicherstellen, dass sie über alles Notwendige verfügen, um Verbraucher und Industrie zu versorgen. Gleichzeitig merkte er an, dass es derzeit keine unmittelbare Versorgungskrise in der EU gebe, Brüssel sich aber auf die „strukturellen und langfristigen Folgen“ des aktuellen Konflikts vorbereite.
Der EU-Kommissar erklärte außerdem, die EU habe sich auf Worst-Case-Szenarien vorbereitet, auch wenn die praktische Versorgung mit kritischen Gütern wie Kerosin oder Diesel noch nicht gesichert sei. Er betonte: Es sei besser, vorzusorgen, als später fehlende Maßnahmen zu bedauern.
Die globalen Energiespannungen infolge der Konflikte im Nahen Osten wirken sich bereits auf Preise und Handelsströme in Europa aus und zwingen Regierungen und Regulierungsbehörden, Aktionspläne für den Fall anhaltender Versorgungsengpässe zu entwickeln. Experten zufolge könnte die Lage mehrere Monate instabil bleiben, und strategische Ressourcenreserven seien entscheidend für die Aufrechterhaltung der Energieversorgungssicherheit.
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