Die Ukraine beabsichtigt, ihre technischen Kapazitäten für den Stromimport aus europäischen Ländern deutlich zu erhöhen. In den kommenden zwei Jahren soll die Kapazität der Fernleitungen, die das ukrainische Stromnetz mit den europäischen Stromnetzen verbinden, erweitert werden.
Das ukrainische Energieministerium wurde über diese Pläne informiert. Das Ministerium betonte, dass die weitere Stärkung der Energieintegration in den europäischen Strommarkt eine der wichtigsten Aufgaben für die nahe Zukunft sei.
Insbesondere plant die Ukraine, die Kapazität der Fernleitungsknotenpunkte in den kommenden zwei Jahren um mindestens 1,5 GW zu erhöhen. Dies wird sowohl die Möglichkeiten für Stromimporte aus europäischen Ländern als auch das Potenzial für zukünftige Stromexporte erweitern.
Das Ministerium hebt hervor, dass der Ausbau der Energieinfrastruktur eine der Prioritäten der staatlichen Energiepolitik ist. Der Ausbau der Fernleitungsknotenpunkte wird die Stabilität des Stromnetzes erhöhen und eine größere Flexibilität beim Ausgleich von Stromerzeugung und -verbrauch ermöglichen.
Am 16. März jährt sich zudem der Beitritt der Ukraine zum europäischen Energienetzwerk ENTSO-E zum vierten Mal. Dies war ein wichtiger Schritt in der Integration des ukrainischen Energiesystems in den gesamteuropäischen Energieraum.
In diesem Zeitraum hat das Land große Fortschritte beim Ausbau seiner Energiebeziehungen mit Europa erzielt. Gab es anfangs praktisch keine Möglichkeiten zum Stromimport, so beträgt die verfügbare Importkapazität inzwischen bereits 2.450 MW.
Das Ministerium betont, dass die Ukraine innerhalb von vier Jahren den Übergang von der reinen Nothilfe europäischer Partner zur vollständigen Integration in den gemeinsamen Energiemarkt geschafft hat. Der weitere Ausbau der zwischenstaatlichen Energieverbindungen soll diese Zusammenarbeit weiter stärken und die Energiesicherheit des Landes festigen.
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