Wissenschaftler aus Singapur haben eine wichtige Entdeckung im Bereich der Genetik und Frauengesundheit gemacht: Bestimmte Genmutationen beeinflussen die Anfälligkeit für Brustkrebs. Die Studie wurde mit Frauen aus Finnland und Schweden durchgeführt, sowohl mit als auch ohne Brustkrebs.
In der Studie wurden 121 Mutationen identifiziert, die das Erkrankungsrisiko erhöhen können. Experten vermuten, dass diese Gene mit der Östrogenproduktion zusammenhängen. Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon, das insbesondere nach den Wechseljahren eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielt.
Die Mutationen wurden in einem DNA-Abschnitt in der Nähe des Gens gefunden, das für die Östrogensynthese verantwortlich ist. Jede einzelne Mutation hat nur geringe Auswirkungen, doch die Kombination dieser Variationen erhöht das Erkrankungsrisiko deutlich.
Brustkrebsassoziierte Gene wie BRCA1, BRCA2, P53 und ATM waren bisher vor allem für ihren Einfluss auf die Entstehung der Krankheit bei jungen Frauen bekannt. Eine neue Studie erweitert unser Verständnis genetischer Faktoren und identifiziert sogenannte Risikofaktoren, die bisher als nicht erblich galten.
Neben der Genetik beeinflussen auch hormonelle Faktoren die Entstehung der Erkrankung. Frauen mit einer frühen Menstruation oder einem späten Eintritt der Menopause sind über einen längeren Zeitraum Östrogen ausgesetzt, was ihr Brustkrebsrisiko erhöht.
Laut den Forschern ermöglicht die Entdeckung neuer genetischer Faktoren zukünftig einen personalisierten Präventionsansatz. Mithilfe von Medikamenten, die den Östrogenspiegel regulieren, kann das Erkrankungsrisiko bei Frauen mit einer höheren genetischen Veranlagung gesenkt werden, ohne deren allgemeine Gesundheit zu beeinträchtigen.
e-news.com.ua
