Das Büro für wirtschaftliche Sicherheit (BEB) wies auf die künstliche Zersplitterung des Geschäfts durch Netzwerke von Einzelunternehmern (FOPs) als eines der Hauptrisiken des ukrainischen Schmuckmarktes hin. Laut der Behörde wird diese Praxis genutzt, um die Steuerlast zu minimieren und Sozialabgaben zu vermeiden.
Skrupellose Unternehmen nutzen solche Strukturen laut BEB nicht nur zur Steuersenkung, sondern auch zur weiteren Legalisierung von Geldern durch Finanztransaktionen. Dies schafft ungünstige Bedingungen für ehrliche Geschäfte und untergräbt das Vertrauen in den Markt.
Nach Schätzungen der Analyseabteilungen des Büros übersteigt das Volumen des ukrainischen Schmuckmarktes 75 Milliarden UAH. Die Branche beschäftigt mehr als dreitausend Unternehmen und über 1.500 Einzelunternehmer, was sie zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig des Landes macht.
Während des Treffens des BEB mit Vertretern der Schmuckbranche und Regierungsbehörden betonte der Abteilungsleiter Oleksandr Tsyvinsky, dass das Büro die Aktivitäten der Marktteilnehmer systematisch analysiert und bereits mehrere Untersuchungen zu möglichen Steuersparmodellen in der Branche durchführt.
Die Wirtschaftsvertreter begrüßten den jüngsten Trend zur Entmystifizierung des Marktes. Dies ermögliche eine höhere Transparenz der Geschäftsvorgänge und stärke das Vertrauen der Kunden in legale Unternehmen.
Die Parteien vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer zu schaffen. Dies werde zur Entwicklung des legalen Geschäfts beitragen und das Risiko der Steuerhinterziehung verringern.
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