Die slowakische Regierung hat die Beendigung des Vertrags über Notstromlieferungen an die Ukraine unterstützt. Es handelt sich um eine Vereinbarung zwischen dem slowakischen Übertragungsnetzbetreiber SEPS und dem ukrainischen Unternehmen Ukrenergo. Dies berichtete das Nachrichtenportal LIGA.net.
Der Direktor des slowakischen Unternehmens SEPS (Slovenská elektrizačná prenosová sústava), Martin Magat, erklärte, dass SEPS den Vertrag über Notstromlieferungen an die Ukraine beenden werde. Laut der slowakischen Zeitung Dennik N äußerte er sich nach einer Regierungssitzung am 4. März.
Initiator der Vertragsbeendigung war der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, der einen entsprechenden Antrag bei der Regierung einreichte. Das Ministerkabinett stimmte diesem Antrag zu, woraufhin SEPS die Genehmigung zur Beendigung des Vertrags erhielt.
Laut Martin Magat hat die Beendigung des Vertrags keine Sanktionen für die Slowakei zur Folge. Er merkte außerdem an, dass die ukrainische Seite seinen Angaben zufolge bereits Notstromlieferungen angefordert, diese aber nicht erhalten habe.
Auch ENTSO-E – das Europäische Netzwerk der Übertragungsnetzbetreiber für Elektrizität – äußerte sich zu der Situation. Das Netzwerk stellte klar, dass sich die Aussagen des slowakischen Premierministers ausschließlich auf den Nothilfemechanismus für die Ukraine beziehen. Gleichzeitig betonte ENTSO-E, dass diese Entscheidung den regulären Stromhandel zwischen den Ländern nicht beeinträchtigt.
Wie bereits erwähnt, wandte sich die Ukraine zuletzt vor über einem Monat an die Slowakei, um Nothilfe zu erhalten, und die Anfrage war sehr begrenzt. Generell erfolgten Stromlieferungen aus der Slowakei im Rahmen der Nothilfe nur selten und von kurzer Dauer.
Das ukrainische Unternehmen Ukrenergo geht davon aus, dass die Einstellung der Notlieferungen aus der Slowakei keine wesentlichen Auswirkungen auf den Betrieb des ukrainischen Stromnetzes haben wird. Angesichts der geringen Mengen und des sporadischen Charakters dieser Hilfe kann das Stromnetz ohne größere Stabilitätsrisiken weiter funktionieren.
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