Zu Jahresbeginn verzeichnete der Wohnungsmietmarkt in der Ukraine in den meisten Regionen einen Rückgang der Angebote. Dieser Trend war bereits im Januar zu beobachten und machte sich fast landesweit bemerkbar. Dies belegen die Daten der Analyse des Marktplatzes DIM.RIA.
Den veröffentlichten Ergebnissen zufolge war der stärkste Rückgang der Mietanzeigen in den Regionen Sumy und Tschernihiw zu verzeichnen – jeweils minus 33 %. Auch in der Region Odessa ging das Angebot deutlich zurück, dort sank der Wert um 20 %.
Gleichzeitig zeigten einige Regionen eine gegenläufige Entwicklung. Den größten Anstieg der Mietwohnungsangebote im Januar verzeichnete die Region Wolyn mit 12 %. Auch in der Region Charkiw war eine positive Entwicklung zu beobachten, dort stieg die Zahl der Anzeigen um 11 %.
Die Preissituation auf dem Mietmarkt bleibt regional uneinheitlich. Kiew führte im Januar erneut die Rangliste der durchschnittlichen Mietkosten an. Die Miete für eine Einzimmerwohnung in der Hauptstadt lag im Durchschnitt bei 22.500 UAH pro Monat, was einem Anstieg von 2 % gegenüber Dezember 2025 entspricht.
Die günstigsten Mietpreise wurden in der Region Charkiw verzeichnet. Dort betrug die durchschnittliche Miete für eine Einzimmerwohnung 4.700 UAH pro Monat, womit die Region hinsichtlich der Wohnkosten für Mieter führend ist.
Innerhalb der Hauptstadt bestehen weiterhin erhebliche Preisunterschiede zwischen den Stadtbezirken. Die höchste Miete für eine Einzimmerwohnung wurde im Januar im Bezirk Petschersk mit rund 25.000 UAH pro Monat registriert. Im Bezirk Desnjansk hingegen konnten Mieter Wohnungen zu deutlich niedrigeren Preisen finden – im Durchschnitt für 9.000 UAH.
Analysten weisen zudem auf die uneinheitliche Entwicklung der Mietnachfrage zu Jahresbeginn hin. Den größten Anstieg des Interesses an Mietwohnungen verzeichneten die Regionen Saporischschja (+20 %), Cherson (+15 %), Charkiw (+14 %) und Iwano-Frankiwsk (+14 %).
Gleichzeitig ging die Nachfrage in einigen Regionen zurück. Den deutlichsten Rückgang des Mietinteresses im Januar verzeichnete die Region Tscherkassy mit einem Minus von 15 %. Insgesamt bleibt der Mietmarkt weiterhin von regionalen Faktoren beeinflusst und zeigt eine heterogene Entwicklung.
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