Am 20. Januar unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung, die den Erwerb von Einfamilienhäusern durch große Investmentgesellschaften, insbesondere Wall-Street-Firmen, einschränken soll. Das Dokument soll das Gleichgewicht auf dem Immobilienmarkt verändern und es Amerikanern erleichtern, Wohneigentum zu erwerben.
Informationen zur Unterzeichnung der Exekutivanordnung wurden auf der offiziellen Website des Weißen Hauses veröffentlicht. Im Zuge dieser Entscheidung beauftragte der Präsident Beamte seiner Regierung sowie andere zuständige Stellen, innerhalb von 60 Tagen neue Regeln zu entwickeln, die den massenhaften Kauf von Privathäusern durch große Investoren verhindern sollen.
Es wird erwartet, dass die neuen Regulierungsmechanismen nicht nur die Aktivitäten institutioneller Anleger einschränken, sondern auch den Direktverkauf von Einfamilienhäusern an Privatpersonen fördern werden. Das Weiße Haus betont, dass diese Maßnahmen eine Reaktion auf die landesweite Immobilienkrise darstellen, die sich in den letzten Jahren verschärft hat.
Laut einer Studie von CBRE Investment Management sind die Hauptgründe für die Krise auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt weiterhin das begrenzte Angebot, die anhaltend hohe Nachfrage und der daraus resultierende rasante Anstieg der Immobilienpreise. Diese Faktoren erschweren den Erwerb eines Eigenheims für den Durchschnittshaushalt erheblich.
Die Nachrichtenagentur Reuters weist darauf hin, dass große Finanzinstitute derzeit landesweit rund 450.000 Einfamilienhäuser besitzen. Analysten zufolge zielt Donald Trumps Dekret direkt darauf ab, diese Konzentration institutioneller Anleger auf dem Wohnungsmarkt zu reduzieren.
Im Dekrettext betont der Präsident, dass der Besitz eines Eigenheims traditionell als Verkörperung des amerikanischen Traums und als wichtiges Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau von Familien gilt. Gleichzeitig merkt er an, dass dieser Traum aufgrund der hohen Inflation und der gestiegenen Zinsen immer unerreichbarer wird, insbesondere für Bürger, die zum ersten Mal ein Haus kaufen.
CNBC beleuchtet den politischen Kontext dieser Initiative. Laut der Veröffentlichung zielt die neue Wohnungspolitik möglicherweise auch darauf ab, die Zustimmungswerte der Republikanischen Partei im Vorfeld der für November 2026 angesetzten US-Kongress-Zwischenwahlen zu steigern.
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