Forscher der Universität von Alaska und des Fred Hutchinson Cancer Center führten eine groß angelegte Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Bewohner Südwestalaskas durch. Die Wissenschaftler untersuchten die Ernährung von 330 indigenen Personen und kamen zu unerwarteten, aber ermutigenden Ergebnissen: Regelmäßiger Verzehr von Meeresfrüchten senkt das Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen.
Die Ernährung der Einheimischen wird von Fisch und Meeresfrüchten, insbesondere Lachs und Sardinen, dominiert. Diese Lebensmittel liefern dem Körper wertvolle Omega-3-Fettsäuren, deren Werte bei den Studienteilnehmern zwanzigmal höher waren als beim durchschnittlichen Amerikaner. Diese Ernährung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel, die Gefäßfunktion und den Blutzuckerspiegel aus.
Interessanterweise sind viele Inuit übergewichtig, leiden aber nicht an den chronischen Krankheiten, die typischerweise mit Fettleibigkeit einhergehen. Laut Studienautorin Zeina Makhoul ist es der hohe Gehalt an Fettsäuren in ihrer Ernährung, der dem Körper hilft, den schädlichen Auswirkungen von Übergewicht zu widerstehen.
Wissenschaftler stellten fest, dass im Blut der Studienteilnehmer deutlich niedrigere Triglycerid- und CRP-Werte – Indikatoren für Entzündungsprozesse und kardiovaskuläres Risiko – gemessen wurden. Dies deutet darauf hin, dass eine Ernährung mit viel Fisch und Meeresfrüchten nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch das Herz-Kreislauf-System schützt.
Darüber hinaus tragen Omega-3-Fettsäuren zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit der Zellen bei, was insbesondere für die Prävention von Typ-2-Diabetes wichtig ist. Bei ausreichender Zufuhr dieser Fette bleibt der Blutzuckerspiegel stabil, und der Körper kann Glukose effizienter verwerten.
Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass der regelmäßige Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten eine der einfachsten und natürlichsten Möglichkeiten ist, die Gesundheit zu erhalten und chronischen Krankheiten vorzubeugen. Selbst bei einer Ernährung mit kalorienreichen Lebensmitteln können Omega-3-Fettsäuren deren negative Auswirkungen abmildern und die normale Körperfunktion unterstützen.
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