Am 9. November hat der US-Senat ein Paket von Kompromissgesetzen verabschiedet, das die Finanzierung von Bundesbehörden wiederherstellen und den längsten Regierungsstillstand in der Geschichte des Landes beenden soll. Die Entscheidung fiel nach mehrwöchigen politischen Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern, die vor dem Hintergrund wachsender sozialer und wirtschaftlicher Spannungen stattfanden.
Laut CNN stimmten 60 Senatoren für die Annahme von drei zentralen Gesetzentwürfen zu den Staatsausgaben, 40 dagegen. Diese Dokumente sehen die Finanzierung zahlreicher Regierungsprogramme und eine befristete Verlängerung der Haushaltsmittel für die verbleibenden Ministerien bis Ende Januar nächsten Jahres vor. Damit gab der Senat einen Teil der während des Shutdowns eingefrorenen Staatsausgaben wieder frei.
Der Kompromiss kam zustande, nachdem acht demokratische Senatoren einer neuen Vereinbarung mit den Republikanern zugestimmt hatten. Diese sieht eine separate Abstimmung über die Verlängerung der Gesundheitszuschüsse vor und garantiert die Rückkehr aller während des Shutdowns entlassenen Bundesangestellten an ihre Arbeitsplätze. Die anfängliche Weigerung der Republikaner, die Finanzierung dieser Subventionen vor einigen Wochen zu unterstützen, war der Hauptgrund für die Blockade des Haushaltsverfahrens.
Gleichzeitig ist das endgültige Ende des Shutdowns weiterhin ungewiss. Die vom Senat verabschiedeten Gesetze müssen noch vom US-Repräsentantenhaus gebilligt werden, um in Kraft zu treten. Dort werden intensive Debatten erwartet. Erst danach kann die Bundesregierung ihre Arbeit vollständig wieder aufnehmen und die Gehaltszahlungen an die Staatsbediensteten sicherstellen.
Wie die Associated Press berichtet, ist der aktuelle Shutdown der längste in der Geschichte der USA und übertrifft alle bisherigen Rekorde. Aufgrund der politischen Auseinandersetzung erhielten Hunderttausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst keine Gehälter, und ein Großteil der Regierungsbehörden stellte vorübergehend den Betrieb ein. Während dieser Zeit unternahm der Senat dreizehn Versuche, die Regierung wieder in Gang zu bringen – bisher jedoch ohne Erfolg, bis der aktuelle Kompromiss erzielt wurde.
Das US-Haushaltsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres. Das Ende des Haushaltszeitraums Ende September markierte einen kritischen Zeitpunkt: Die zuvor zugesagten Mittel waren aufgebraucht, und ein neues Hilfspaket wurde nicht rechtzeitig verabschiedet. Infolgedessen geriet das Land in einen beispiellosen Regierungsstillstand, dessen Folgen die amerikanische Wirtschaft noch lange belasten werden.
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