Am Freitag, dem 4. Juli, führte US-Präsident Donald Trump ein Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyj. In diesem Gespräch bekräftigte er seine Bereitschaft, angesichts der zunehmenden russischen Luftangriffe die ukrainische Luftverteidigung zu stärken. Das Gespräch dauerte etwa 40 Minuten und drehte sich laut Axios hauptsächlich um den Schutz des ukrainischen Luftraums.
Trump äußerte sich zutiefst besorgt über eine neue Welle russischer Luftangriffe auf friedliche Städte und Stellungen der ukrainischen Streitkräfte. Daraufhin kündigte er an, die ukrainische Luftverteidigung verstärkt unterstützen zu wollen. Insbesondere versprach der US-Präsident, die Situation bezüglich der Aussetzung von Waffenlieferungen, einschließlich Flugabwehrsystemen und Munition, zu klären, die Gegenstand interner Diskussionen im Pentagon war.
Präsident Zelenskyj bestätigte den Inhalt des Gesprächs in einem Beitrag anlässlich des US-Unabhängigkeitstages. Er dankte Donald Trump für seine Aufmerksamkeit für die Lage in der Ukraine und betonte, dass er sich der aktuellen Sicherheitslage bewusst sei. Laut Zelenskyj einigten sich die Parteien darauf, gemeinsam an der Stärkung des Luftabwehrsystems zu arbeiten und ein Treffen zwischen Vertretern beider Seiten zu organisieren, um weitere Schritte abzustimmen.
Neben Sicherheitsfragen standen auch die Aussichten auf eine strategische Partnerschaft zwischen der Ukraine und den USA im Mittelpunkt. Die Präsidenten erörterten die Möglichkeit gemeinsamer Projekte im Bereich der Produktion von Verteidigungstechnologie, insbesondere von Drohnen, sowie die Anziehung amerikanischer Investitionen in den militärisch-industriellen Komplex der Ukraine.
Getrennt davon sprachen die Staatschefs die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges an. Laut Zelenskyj ist die Ukraine offen für eine direkte Zusammenarbeit mit den USA in verschiedenen Bereichen, sowohl im Verteidigungssektor als auch bei der friedlichen Beilegung. „Wir sind bereit für direkte Projekte mit Amerika“, bemerkte das Staatsoberhaupt.
Das Gespräch war bedeutsam angesichts der Erwartungen an einen Kurswechsel in der US-Außenpolitik nach den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen. Gleichzeitig zeigt es, dass die Ukraine-Frage auch in der dynamischen politischen Lage in Washington ein wichtiges Element der bilateralen Beziehungen bleibt.
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